Corona: warum die hohe Nachfrage nach Schnupfen- und Grippemitteln die Medikamenten-Preise beeinflusst

20. September 2020 | By >> mehr lesen

Im Herbst sind Erkältungskrankheiten auf dem Vormarsch. Um sich vor Schnupfen oder Grippe zu schützen, werden häufig rezeptfreie Medikamente präventiv eingesetzt. Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus hat die Nachfrage nach Schnupfenmitteln und Grippemedikamenten erheblich zugenommen.

Preisanstieg auch bei rezeptfreien Präparaten

Seit dem Auftreten des Coronavirus haben viele Deutsche ihre Hausapotheke wieder aufgefüllt. Dabei wurden manche Arzneimittel regelrecht „gehamstert“. Infolge der gestiegenen Nachfrage sind zahlreiche Medikamente teilweise wesentlich teurer geworden. Bei rezeptfreien Präparaten wurde ein Preisanstieg um bis zu 46 Prozent beobachtet. Parallel zur höheren Nachfrage sind in fast allen Arzneimittel-Kategorien mit Beginn der Corona-Beschränkungen auch die Onlinepreise gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr hat der coronabedingte Preisanstieg für ein konstant höheres Preisniveau gesorgt. Ein Preisvergleich beliebter Medikamente aus der Hausapotheke ergab, dass die Arzneimittelpreise inzwischen wieder leicht gesunken sind, dennoch ist der Abstand zum Vorjahresniveau weiterhin groß.

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Preisentwicklung von Medikamenten der Hausapotheke
Quelle: idealo.de

Zur Behandlung von Schnupfensymptomen werden abschwellende Nasensprays eingesetzt, um die Atmung durch die Nase zu erleichtern. Diese Sprays können auch Beschwerden bei Allergien, Heuschnupfen, Mittelohrentzündungen und Nebenhöhlenentzündungen lindern. Grundsätzlich wird bei abschwellenden Nasensprays zwischen zwei Arten unterschieden. Während sich die meisten Präparate auch für die Langzeitanwendung eignen, gibt es auch Nasensprays, die nur kurzzeitig verwendet werden sollten. Außerdem unterscheidet man zwischen Sprays, die Wirkstoffe wie Oxymetazolin und Xylometazolin enthalten und Produkten mit natürlichen pflanzlichen Inhaltsstoffen. Für Allergiker gibt es spezielle Sprays. Abhängig von der Art des Nasensprays muss mit Nebenwirkungen gerechnet werden.

Welche Hausmittel helfen bei Erkältungssymptomen?

Sorgfältige Hygiene ist wichtig, um sich vor Schnupfen und anderen Erkältungskrankheiten zu schützen. Zum Schutz vor Ansteckungen wird derzeit das Tragen eines angemessenen Mundschutzes empfohlen. In vielen asiatischen Ländern zählt der Mund-Nasen-Schutz schon seit Jahrzehnten zu den Lebensgewohnheiten. Hierzulande ist ein Interesse am Mundschutz erst seit dem Auftreten des Coronavirus vorhanden. Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Maske besteht jedoch nur beim Einkaufen sowie in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Gegen Erkältung und Grippe können auch Hausmittel helfen. Wer ohne Chemie gesund werden will, findet im Haushalt nützliche Kräuter und Heilpflanzen, die Erkältungssymptome lindern können. Erkältungsviren haben im Herbst und Winter Hochsaison. Da Antibiotika ausschließlich gegen Bakterien wirken, helfen diese Arzneimittel nicht gegen Schnupfen-Viren.

Bei einer Erkältung sind die Schleimhäute gereizt, es kann zu Husten und Halsschmerzen kommen. Oft fällt das Luftholen schwer. Falls gleichzeitig leichtes Fieber auftritt, verliert der Körper viel Flüssigkeit. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist deshalb besonders in der Erkältungszeit sehr wichtig. Heißer Kräutertee kann Erkältungssymptome rasch lindern. Tee mit Kräutern wie Thymian oder Salbei hilft auch bei Halsbeschwerden, indem die Schleimhäute befeuchtet werden, sodass festsitzendes Sekret in den Nebenhöhlen und der Nase gelöst wird und abfließen kann. Zu den Klassikern bei Erkältungs-Hausmitteln gehört die Hühnersuppe. Ein Teller heißer Hühnersuppe liefert gesunde Vitamine und wärmt von innen. Besonders gut hilft die Hühnersuppe, wenn diese aus frischen Zutaten zubereitet wird. Verstopfte Nasennebenhöhlen führen zu Kopfschmerzen und erschweren das Atmen. Der festsitzende Schleim kann durch Inhalationen mit Dampf gelöst werden, sodass die Atemwege wieder frei sind. Heißer Dampf hilft außerdem gegen Hustenreiz und unangenehmes Kratzen im Hals. Dieser Effekt lässt sich durch die Zugabe von Kamille-, Eukalyptus-, Latschenkiefer- oder Fichtennadelextrakt noch steigern.

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