Spannungskopfschmerz: Nicht selten ist der Kiefer schuld!

    12. Februar 2020 | By >> mehr lesen

    Migräne und andere Formen des Kopfschmerzes begleiten Millionen Menschen hierzulande von Zeit zu Zeit. Oft liegt eine rein physische Ursache vor, die Spannung an den Schläfen oder am Hinterkopf wird durch ein Missverhältnis von Muskeln und Gelenken ausgelöst.

    Kopfschmerzen als mögliches Symptom von Kieferproblemen

    Kommt es häufiger zu Kopfschmerzen, ist ein Blick auf den Kiefer und die gesamte Kauapparatur ratsam. Mit dem sogenannten CMD-Syndrom lässt sich eine Fülle von Beschwerden im Kopf- und Nackenbereich erklären, eine Linderung ist vergleichsweise einfach möglich.

    CMD-Syndrom nicht nur für Kopfschmerz verantwortlich

    CMD steht als Abkürzung für die Dysfunktion von Cranium und Mandibula. Dies sind die lateinischen Fachbegriffe für den Schädel und den Unterkiefer des Menschen, die vor allem beim Kauen auf ein komplexes Zusammenspiel angewiesen sind. Zwischen Schädel und Kiefer sorgt der Discus Articularis als kleines und bewegliches Kiefergelenk für reibungslose Abläufe – sofern sich dieses einwandfrei bewegt.

    Beim CMD-Syndrom liegt in den meisten Fällen eine Verlagerung oder Verformung dieses Gelenks vor. Die Gründe hierfür sind vielseitig und reichen von äußeren Einwirkungen über das häufig einseitige Kauen bis zu Stress und Verspannungen in der Kau- und Kiefermuskulatur. Ein Knacken des Kiefers beim Öffnen und Schließen des Mundes ist ein wichtiges Indiz für eine Fehlfunktion. Kleinere Verschiebungen stören Betroffene im Regelfall nur wenig. Allerdings kann auch eine Vielzahl von Beschwerden auftreten, wie permanente Schmerzen im Kiefer, Spannungen im Nacken, Kopfschmerzen und weitere Symptome.

    Schiene als stressfreie Form der Therapie

    Besteht ein Verdacht auf das CMD-Syndrom, müssen Betroffene keine komplexen Eingriffe und Behandlungen fürchten. Als effektive Form der CMD Therapie hat sich der Einsatz von Schienen etabliert, die ganztägig oder über die Nachtstunden hinweg getragen werden. Die Schienen dienen zur Führung des Kiefers, um zu einem natürlichen und symmetrischen Ablauf zurückzukehren. Das Kiefergelenk und die gesamte Kaumuskulatur lernen auf diese Weise langsam um, so dass die Gelenke wieder in der gewünschten und schmerzfreien Weise funktionieren.

    Moderne Entwicklungen der Medizin machen die CMD Therapie für den Patienten noch angenehmer und stehen für eine Soforthilfe bei Schmerzen in Kopf und Nacken. Statt einer starren Schiene gibt es wassergefüllte Aufbissschienen, die angenehmer zu tragen sind und eine schonendere Führung des Gebisses beim Kauen zusichern. Bereits kurze Zeit nach dem Anlegen wird der Körper auf die Umstellung sensibilisiert und ein neues Verhalten antrainiert. Bekannte Spannungen und Schmerzen können so bei Betroffenen schon in kürzester Zeit verschwinden.

    Klärung durch den Kieferorthopäden anzuraten

    Ob Ohren, Nacken oder Kiefer, die Folgen der CMD sind individuell und vielseitig. Sollte ein Verdacht hierauf bestehen, ist ein schnelles Gespräch mit dem Zahnarzt oder Kieferorthopäden zu suchen. Nicht selten treten die Symptome nach dem Einsetzen einer neuen Krone oder Füllung auf, die nicht optimal angepasst wurde. Hier stellt sich der Kiefer auf eine neue Bisslage ein, die das gesamte Kausystem aus dem Gleichgewicht bringt.

    Falls häufige Migräne oder Kopfschmerzen nicht mit einer CMD in Verbindung stehen, ist eine weitere, ruhige Analyse notwendig. Schließlich steht Kopfschmerz als komplexes Krankheitsbild mit vielen physischen und psychischen Ursachen in Verbindung. Von häufigem Stress bis zu einer ungesunden Körperhaltung beim permanenten Blick auf das Smartphone reichen Ursachen und Behandlungsansätze.

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    Category: Beschwerden, Kopfschmerzen

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