Nasenprobleme: Welche Ursachen gibt es?

Ob Schnupfen, Schnarchen oder Nasenbluten: auch die Nase kann Probleme bereiten. Welche Gründe möglicherweise hinter Ihren Beschwerden stecken, können Sie unserer Ursachen-Tabelle entnehmen.

Ursachen-Tabelle: Warum habe ich Probleme mit meiner Nase?

Nasenprobleme: Mögliche Ursachen: Tipps:
Schnarchen
  • krumme Nasenscheidewand
  • Polypen (gutartige Schleimhautwucherungen) im Nasenraum
  • schlaffe Gaumenmuskulatur
  • Übergewicht
  • übermäßiger Alkoholgenuss
  • Einnahme bestimmter Arzneimittel, die entspannend auf die Muskulatur wirken (zum Beispiel Schlaftabletten und Beruhigungsmittel)

 

  • Auf Alkohol vor dem Zubettgehen verzichten
  • ausreichende Schlafhygiene pflegen (im dunklen und ruhigen Raum schlafen, täglich etwa zur gleichen Zeit ins Bett gehen)
  • auf der Seite schlafen (zum Beispiel mithilfe eines Tennisballs, der in das Rückenteil des Pyjamas eingenäht wird)
Schnupfen
  • Erkältung
  • Grippe
  • Allergie
  • Nasenpolypen
  • krumme Nasenscheidewand
  • Hausmittel wie Dampfinhalationen mit ätherischen Ölen oder die Nutzung einer Nasendusche mit Meersalz
  • Verwendung von abschwellenden Nasensprays
  • Reize wie Gase oder  Allergene meiden
Nasenbluten
  • zu kräftiges Schnäuzen
  • Nasebohren
  • trockene Schleimhäute
  • krumme Nasenscheidewand
  • blutender Nasenpolyp
  • starker Wachstumsschub bei Kindern
  • gerade Hinsetzen
  • Kopf nach vorne beugen, um Blut abfließen zu lassen
  • Nacken oder Nasenwurzel kühlen

 

Trockene Nasenschleimhaut
  • trockene Raumluft
  • Abgase und Rauch
  • Schnupfen
  • Allergien
  • Dauergebrauch von abschwellenden Nasensprays
  • Raumluft befeuchten (mit Luftbefeuchter oder feuchten Handtüchern, die im Raum verteilt werden)
  • Verwendung von pflegenden Nasensprays
  • Nasenduschen mit isotonischer Kochsalzlösung anwenden
  • Inhalieren von heißem Dampf einer Salzwasserlösung
Trockene Nasenhaut
  • häufiges Schnäuzen
  • Nasensalben verwenden
  • Wattepads oder Kompressen, getränkt mit Kamillentee, auf die gereizten Stellen legen
  • Taschentücher mit Aloe-Vera-Zusatz nutzen
Schmerzen
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Abschwellende Nasensprays verwenden (nicht länger als eine Woche, sonst besteht Suchtgefahr)
  • Schmerzmittel einnehmen
  • Wärmebestrahlung mithilfe von Rotlicht
  • viel trinken

Wichtig: Diese Tabelle ersetzt keine Untersuchung durch einen Facharzt. Sie gibt lediglich einen ersten Hinweis, welche Ursache möglicherweise hinter Ihren Nasenproblemen stehen könnte.

Komplexer Aufbau erhöht das Risiko für Nasenprobleme

Unsere Nase leistet viel: Sie kann mehr als eine Billion Gerüche differenzieren und sogar an der Immunabwehr ist sie maßgeblich beteiligt. Die feinen Härchen in der Nase und das Nasensekret bilden eine Barriere, die Erreger abfängt und so dafür sorgt, dass Viren, Bakterien und Co. nicht in die Atemwege gelangen. Darüber hinaus gibt die Nasenschleimhaut immer Feuchtigkeit und Wärme an die vorbeiströmende Luft ab, was diese auf die Ankunft in der Lunge vorbereitet. Um diese zahlreichen Aufgaben zu erfüllen, benötigt die Nase einen komplexen Aufbau aus Nasennebenhöhlen und der sensiblen Nasenschleimhaut. Dies birgt jedoch ein gewisses Risiko. Wird die Nase krank, kann sie ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen: Krankheitserreger können in den Körper gelangen, die Atmung und das Geruchsempfinden ist eingeschränkt.

So ist es wichtig, bei verschiedenen Nasenproblemen auf die richtigen Maßnahmen zurückzugreifen, um die Nase so schnell es geht wieder funktionstüchtig zu machen. Bei besonders starken Schmerzen oder Problemen, die über mehrere Wochen andauern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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