Lapachotee: Heiltee aus der Rinde des Lapachobaums

Lapachotee wird aus der inneren Rinde des Lapachobaums oder Handroanthus impetiginosus zubereitet. Er ist in Süd- und Mittelamerika beheimatet, zählt zu den Trompetenbaumgewächsen und kann Wuchshöhen von bis zu dreißig Metern sowie ein Lebensalter von mehreren hundert Jahren erreichen.

Schon den Inkas war die vielseitige Heilwirkung der Innenrinde des Lapachobaums bekannt, weshalb dieses Gewächs von den amerikanischen Ureinwohnern „Baum des Lebens“ genannt wurde.

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Lapachotee auch in Nordamerika ein viel benutztes Naturheilmittel gegen unterschiedliche körperliche und psychische Leiden, in Europa kommt er erst seit einigen Jahren in der Alternativmedizin zum Einsatz.

Heilwirkung des Lapachotees

Der Lapachotee machte in der westlichen Welt vor allem als natürliches Heilmittel gegen Krebsleiden auf sich aufmerksam, wobei diese Wirkung nicht wissenschaftlich belegt ist. Da die innere Rinde des Lapachobaumes jedoch hervorragende immunstärkende Eigenschaften aufweist, kommt die Anwendung des Teeaufgusses Krebspatienten zugute, die eine Strahlen- oder Chemotherapie bewältigen müssen. Auch in der alternativen Behandlung von HIV-positiven Menschen und AIDS-Patienten haben sich Präparate auf Basis von Lapachorinde erfolgreich bewährt.

Lapachotee gilt als vielseitig einsetzbares Heilmittel, das bei vielen unterschiedlichen Krankheiten eine Linderung der Beschwerden ermöglicht. Dies ist vor allem auf seine Eigenschaften zurückzuführen, Sauerstoff im Blut anzureichern und Schmerzen zu lindern. Aufgrund der Fähigkeit, Sauerstoff zu transportieren und die Menge der roten Blutkörperchen zu erhöhen, werden Gefäßablagerungen beseitigt und die Zellen mit Nährstoffen versorgt, wodurch deren Regeneration beschleunigt wird. Gleichzeitig wirkt Lapachotee stark antibakteriell, fungizid und antiviral, weshalb er gegen unterschiedliche Erkrankungen eingesetzt werden kann.

Als stark basisches Lebensmittel wird er gegen Übersäuerung getrunken, befreit den Körper von Giftstoffen und Schlacken, regt die Verdauung an und kann die Gewichtsabnahme unterstützen. Die Rinde des Lapachobaumes wirkt zudem ausgleichend und stärkend auf die Psyche und kann seelischen Verstimmungen und Angstzuständen entgegenwirken.

Innerliche Anwendung von Lapachotee

Um einen hochwirksamen Heiltee herzustellen, müssen zwei Esslöffel Rinde in einem Liter Wasser etwa fünf Minuten lang gekocht werden und anschließend weitere fünfzehn Minuten ziehen. Die innerliche Anwendung des Teeaufgusses darf nur als Kur maximal sechs Wochen lang erfolgen und erst nach einer mehrwöchigen Pause erneut aufgenommen werden. Schwangere, stillende Mütter und Menschen mit gestörter Blutgerinnung sollten den Tee keinesfalls trinken. In seltenen Fällen kommt es im Zuge einer innerlichen Behandlung mit Lapachotee zu Hautausschlägen, verlangsamter Blutgerinnung, Kopfschmerzen oder Verdauungsbeschwerden. In solchen Fällen sollte die Dosierung reduziert oder die Behandlung abgebrochen werden.

Das Trinken des lauwarmen Lapachotees kann Verdauungsschwächen, Diabetes, Malaria, entzündlichen Erkrankungen, Arthritis, Allergien, Infektionen mit dem Candida-Hefepilz, Rheuma und multipler Sklerose entgegenwirken.

Auch Bäder mit Lapachotee können in vielen Fällen eine Linderung der Beschwerden erzielen. Für ein Vollbad sollten etwa eineinhalb Liter Tee in doppelter Stärke gekocht und dem Badewasser ohne weitere Zusätze beigefügt werden. Für eine maximale Wirkung der Inhaltstoffe wird empfohlen, sich während des Badens nicht einzuseifen und anschließend nicht abzutrocknen, sondern nur einen Bademantel anzuziehen. Neben Vollbädern eignet sich Lapachotee auch als Zusatz für Teilbäder oder für feuchte Kompressen, wenn die Beschwerden an einzelnen Körperteilen wie Händen, Füßen oder im Gesicht auftreten.

Die äußerliche Anwendung kann ohne zeitliche Begrenzung erfolgen und hat sich vor allem bei unreiner Haut, Pilzinfektionen, grippalen Infekten, Wunden, Hämorrhoiden, Insektenstichen, Ekzemen, Warzen, Herpes, Schuppenflechte, Neurodermitis, Erysipel und Gesichtsrose erfolgreich bewährt.

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