Die verschiedenen Liebeskummer-Phasen

Ohnmacht, Verzweiflung, Wut und Trauer – diese belastenden Gefühle stellen sich ein, wenn der Partner die Beziehung beendet. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies absehbar war und völlig überraschend passiert. Liebeskummer und all die Emotionen, die damit verbunden sind, werden von einem Gefühl ganz besonders überschattet: einem erheblichen Einbruch im Selbstwertgefühl, der für die Betroffenen nur schwer verschmerzbar ist.

Um die Verletzungen zu überwinden und sich allmählich an das neue Leben alleine zu gewöhnen, müssen verlassene Liebende viele unterschiedliche emotionale Hürden überwinden. Je nachdem, wie die Trennung vonstattenging, wird zwischen vier oder fünf Phasen von Liebeskummer unterschieden. Erst mit Abschluss der letzten Phase hat der Betroffene die Trennung akzeptiert und kann wieder positiv in die Zukunft blicken.

Phase 1: Verlustängste und Vorahnungen

In vielen Fällen lässt sich ein Mensch bereits Monate oder Wochen vor einer Trennung anmerken, dass er in der Beziehung nicht mehr glücklich ist und sie beenden möchte. Ist der Partner sensibel, wird er diese Veränderungen in alltäglichen Verhaltensmustern, Gesten und verbalen Äußerungen merken. In solchen Fällen beginnt damit die erste der fünf Phasen von Liebeskummer. Vorahnungen und Verlustängste bewegen manche Menschen dazu, das klärende Gespräch zu suchen, andere versuchen, die unangenehmen Gefühle zu verdrängen oder weigern sich, sie bewusst wahrzunehmen.

Phase 2: Schock und Erstarrung

Ob Vorahnung oder nicht, in der Phase, die auf die ausgesprochene Trennung folgt, sind überwältigende Gefühle wie Hilflosigkeit und Schock an der Tagesordnung. Der Betroffene will nicht wahrhaben, dass er verlassen wird, und die Verzweiflung überschattet den gesamten Lebensalltag. Berufliche Verpflichtungen werden wie automatisch erfüllt, Freizeitbeschäftigungen und Mitmenschen im privaten Umfeld vernachlässigt.

Die schwierigste und herausforderndste der Phasen von Liebeskummer hat begonnen. Viele Betroffene wollen die Trennung nicht akzeptieren, hoffen darauf, dass der Partner sich umstimmen lässt, und verschweigen die Situation vor ihren Freunden und Familienmitgliedern. Gerade jetzt ist es jedoch wichtig, sich nahestehenden Personen anzuvertrauen, um die Situation zu thematisieren und damit die Realität anzunehmen, um die Trauerarbeit zu beginnen.

Phase 3: Kampfesgeist und starker Liebeskummer

Die dritte der Phasen von Liebeskummer ist von einem ständigen Auf und Ab zwischen Aktion und Resignation geprägt. Noch immer versucht der Betroffene, durch – manchmal verzweifelte und unvernünftige Handlungen – die Beziehung zu retten und den Partner umzustimmen. Dies tritt in vielen Fällen einen Teufelskreis los, denn der Partner fühlt sich eingeengt und reagiert mit noch mehr Ablehnung und Rückzug. Konflikte, heftige Auseinandersetzungen und noch stärkere Verletzungen sind die Folge. Jetzt plagt den Betroffenen ein heftiger Liebeskummer, da er sich noch einsamer und verlassener fühlt als in der vorangegangenen Phase.

Phase 4: Wut im Bauch

Die Trennung wird zur Realität und ist nicht mehr zu verleugnen. Der Betroffene fühlt sich wertlos, unattraktiv und leidet an starken Selbstzweifeln. Jede alltägliche Handlung, sei es Essen, Arbeiten oder Schlafen werden in dieser Phase der absoluten Verzweiflung und Einsamkeit zu einer echten Herausforderung. Gleichzeitig macht sich auch eine unbändige Wut auf den ehemaligen Partner breit.

Die vierte der Phasen von Liebeskummer ist mit einem starken kreativen Potenzial verbunden. Viele Betroffene drücken ihre Gefühle auf künstlerische oder schriftstellerische Weise aus oder nehmen ein neues Hobby auf, um sich abzulenken. Andere lassen sich auf sexuelle Abenteuer ein, um ihr Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Diese Phase legt den Grundstein für eine Neuorientierung, in der das Leben ohne die Beziehung allmählich akzeptiert wird und der neue Alltag langsam wieder in Gang kommt.

Phase 5: Der Schmerz liegt in der Vergangenheit

Wenn die Wut auf den ehemaligen Partner nur noch gelegentlich an die Oberfläche dringt und der Betroffene manchmal wehmütig in die Vergangenheit der Beziehung zurückblickt, stellt sich langsam wieder eine innere Harmonie ein. Die Gegenwart, die von neuen Erfahrungen und möglicherweise sogar einer neuen Partnerschaft geprägt ist, wird positiv erlebt. Auch wenn der Liebeskummer noch hin und wieder spürbar ist, ist die Zeit der heftigen Emotionen und Verzweiflung endgültig vorbei und die Zukunft mit all ihren Möglichkeiten gewinnt wieder an Bedeutung.

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